Press Reviews

Guardian



Picasso of the 21st century


The German artist Gerhard Richter, who last year became the world's most expensive living painter, is to give away a £66m chunk of his personal collection to the state gallery in Dresden. He has staged exhibitions in numerous galleries, including a major retrospective last year at the Whitechapel Art Gallery in east London. He also has several works in Tate Modern. "He is the Picasso of the 21st century," Bernd Slutzky, a Frankfurt gallery owner who exhibits Richter's prints, said. "He is without a doubt one of the 10 most important living painters."
Luke Harding

Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Sigmar Polke bei Bernd Slutzky

Sigmar Polkes komplette frühe Druckgrafik war seit Jahren nicht mehr auf dem Markt. Die knapp dreißig zwischen den Jahren 1967 und 1976 entstandenen Einzelblätter und Mappenwerke, die jetzt in der Galerie Bernd Slutzky in Frankfurt präsentiert werden, wirken aus der Rückschau eines Vierteljahrhunderts wie eine Art historischer Momentaufnahme: Von der amerikanischen Pop-Art, ihrem reklamehaften, bunten Wirklichkeitsbezug beeindruckt, hatten einige deutsche Maler Mitte der sechziger Jahre die Erscheinungsform des bundesrepublikanischen Alltags zum künstlerischen Thema erhoben.

Damals beschwor man mit Nachdruck die politische und gesellschaftliche Relevanz dieser neuen figurativen Kunst, zu deren angestrebten Demokratisierung Druckgraphiken das ideale Medium zu sein schienen... Konstanze Crüwell

Frankfurter Allgemeine Zeitung


Gerhard Richter bei Bernd Slutzky

Gerhard Richters vielbewunderte „Kerze” erleuchtet nun auch die Besucher der Galerie Bernd Slutzky in der Frankenallee 74 beim Sinnieren über den Begriff „Originalgrafik”. Denn dieses 89,5 x 94,5 Zentimeter große Bild ist nicht das Gemälde von 1982, sondern ein Offsetdruck von 1988...mit seiner großen über das Blatt geführten Signatur.

Bei Slutzky ist die Reproduktion jetzt eines von 20 Beispielen von Richters Druckgrafik von 1966 bis 1990 mit deutlichem Schwerpunkt auf den frühen, bis Anfang der siebziger Jahre entstandenen Arbeiten. Dazu zählt der schlicht mit „Elisabeth” bezeichnete, 1966 nach einer Zeitungsvorlage hergestellte Offsetdruck mit dem Konterfei der englischen Königin in diffuser, die Konturen auflösender Wiedergabe. Ähnlich in seiner Wirkung ist zwei Jahre später der als Lichtdruck „Mao” wiedererstanden... Durch die künstlerische Manipulation des fotografischen Bildes wird die Fragwürdigkeit der Wirklichkeitsgehalts deutlich, gewinnt mit spielerischer Geste und experimenteller Gestaltungslust einen - Richters Art entsprechenden - diffus philosophischen Hintergrund...Christa von Helmold

Frankfurter Allgemeine Zeitung


Thomas Bayrle & Bernhard Jäger in der Galerie Bernd Slutzky

In der produktiven Unruhe der frühen sechziger Jahre gründeten Thomas Bayrle und Bernhard Jäger die „Gulliver-Presse”, die zu jener Zeit die einziger Frankfurter Künstlergruppe von Bedeutung war. Die Arbeiten der beiden jungen Künstler waren schon 1963 im Stedelijk Museum Amsterdam und ein Jahr später auf der dritten documenta in Kassel zu sehen, fanden aber in Frankfurt damals nur wenig Beachtung. Jetzt bietet die Galerie Slutzky einen umfassenden Überblick auf die Produktion der „Gulliver-Presse 1992 - 1996”. Bayrles „Lyndon B.”, ein Blatt von 1966, lädt bereits seine Entwicklung zur seriell gerasterten Figur ahnen. Noch deutlicher zeigt sich das auf dem Siebdruck „Schuhmann”... Konstanze Crüwell

Frankfurter Allgemeine Zeitung



Angelika Platen in der Galerie Bernd Slutzky

Portraits von Künstlern als junge Männer sind zu sehen, Bilder einer Zeit, die längst vergangen ist; In den Jahren des politischen Aufbruchs und der nachhaltigen Veränderungen auch in der Kunst, zwischen 1968 und 1972, hat Angelika Platen ihre Aufnahmen gemacht, die jetzt in der Galerie Bernd Slutzky gezeigt werden. Schon damals hatte die Fotografin enge und freundschaftliche Kontakte zur Kunstszene, zu Malern und Bildhauern, die heute prominent bis weltberühmt sind, vor 30 Jahren aber noch ziemlich unbekannt waren. Aus dieser persönlichen Verbundenheit beziehen Platens Künstlerportraits, die schon 1998 im Frankfurt Museum für Moderne Kunst ausgestellt waren, wohl ihren besonderen Reiz. Aber auch aus den spielerisch inszenierten, fast immer charakteristischen Situationen, in denen sie die Künstler darstellt. Wie lange ist es her: Jung und freundlich Blick Gerhard Richter 1971 in die Kamera, in kraftvoller Nachbarschaft befand sich Joseph Beuys 1968 im Hamburg, lächelnd hockt Ulrich Rückriem zwischen seinen Steinskulpturen. Mit kahl rasiertem Kopf beugt sich Kasper König über eine Arbeit von Franz Erhard Walther, und Walter de Maria, Protagonist der Land art, hat für Angelika Platen beziehungsreich die Hände auf die Erde gelegt... Christa von Helmold

Frankfurter Allgemeine Zeitung


Neue Arbeiten von Erdogan Bulut in der Galerie Bernd Slutzky

Wie aus unzähligen einzelnen Eindrücken und Momentaufnahmen vielleicht kein schlüssiges Gesamtbild entsteht, aber immerhin ein vielstimmiges und höchst anregendes malerisches „Gemurmel”, zeigt Erdogan Bulut mit seiner Arbeit dieses Titels: Organische Formen in warmen und heiteren Farben sind auf seinen - zu einem großen Rechteck angeordneten - 612 Miniaturbildern zu sehen, die unergründlich geheimnisvolle Geschichten zu erzählen scheinen...

Erdogan Bulut, seit 1981 in Deutschland lebend, hat an der Städelschule, bei Thomas Bayrle und dann vor allem bei Per Kirkeby studiert, der Bulut damals als seinen talentiertesten Schüler bezeichnete..... Konstanze Crüwell

Die Welt



Angelika Platen fotografiert einen Aufbruch

...soviel künstlerischer Aufbruch war selten in Westdeutschland. Die Fotografin Angelika Platen hat sich damals mit ihrer Kamera in diesen Malstrom der Moderne gestürzt. Ihre Bilder aber blieben damals weitgehend unbekannt. Sie liefern das intime Portrait einer höchst differenzierten Künstlergeneration... Angelika Platens Bilder zeichnen Portraits der Menschen, ihrer Arbeit, ihrer Zeit. Für die Bilder sind 30 Jahre keine Zeit, für die Kunst schon. AG

Frankfurter Rundschau


Arbeiten von Walter Stöhrer in der Galerie Slutzky

...in der Welt Walter Stöhrers ist nichts so, wie es im Moment scheint. Sie pulsiert, wogt, wabert. Sie ist eminent vital, dürstet nach dem Wechselbad der Gefühle. Liebe, Haß, Giftgelb und Blutrot, Rührmichnichtan, Habmichlieb. Farben des Neides und der Glut, nervöses Gestrichel und elegische Flächenformen. Verkrampfung und Entkrampfung in Permanenz, Konvulsion und ihr Gegenteil.
Die Galerie Slutzky zeigt neue Radierungen des Künstlers, der seit drei Jahrzehnten der Druckgrafik einen großen Stellenwert in seinem Schaffen einräumt... Die Auflage wird klein gehalten, die Qualität ist bestens... Dorothee Baer-Bogenschütz

Frankfurter Rundschau


Bilder von Heiko Herrmann in der Galerie Slutzky

Heiko Herrmann ist "wild" in seiner Mal-Manier, in seiner fast unbändigen Dynamik und seiner Art und Weise, mit der er zum einen den Gegenstand seiner Malerei, den Körper, fast bis zur Gegenstandslosigkeit abstrahiert und zum anderen ihn mit eben der ihm innewohnenden, ständig sich entladenden Dynamik erfüllt. Mit seiner Dynamik, die auf allerengster Fläche plötzlich vorher kaum wahrgenommene Räume mit manchmal zappelnd farbigem Leben erfüllen... Werner Petermann